Kleine Soja-Bohnologie

Die Sojabohne gehört zur Familie der Leguminosen und war
ursprünglich in Asien beheimatet. Wildformen der Sojabohne
sind mehrjährige Gewächse, oft über zwei Meter hoch
und in vielen Sorten anzutreffen.

Sojola Rezepte

Soja Know-how

Die im Agraranbau

beerntete, einjährige Sojabohne wird nur ca. 80 cm hoch. Sie wächst strauchig, mit behaartem Stängel und trägt in den Achseln ihrer dreifingrigen Blätter  Büschelchen von lila oder weißen Schmetterlingsblüten. Die Blütezeit  dauert üblicherweise 10 bis 21 Tage. Die Bohne beginnt dabei bodennah und blüht von unten nach oben. Innerhalb der geschlossenen Blütenform befruchtet die Bohne sich fast ausschließlich selbst. Nektar wird kaum produziert, sodass Insekten meist wenig Interesse an dem Gewächs zeigen.

Die Sojabohne: Ein Kind warmer Tage

Unter Langtagbedingungen wie z. B. in Europa verlängert sich die Blütezeit, und die Abreife wird dadurch unregelmäßig. Während die untersten Bohnen schon ausfallen, sind die obersten noch grün. Das erschwert die Ernte und die Weiterverarbeitung. Auch die kühlen Temperaturen Europas findet die Bohne nicht angenehm. Wärmeliebend und abhängig von hoher Luftfeuchtigkeit, hat sich ihr Anbau daher überwiegend in Asien und den wärmeren Regionen  Nord-  und Südamerikas etabliert.

Wie alle Leguminosen geht die Sojabohne im Wurzelbereich eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein. Die helfen ihr, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und im Boden verfügbar zu machen. Doch anders als einheimische Leguminosen, ist die Sojabohne in der Wahl ihrer Bakterienpartner sehr pingelig. Trifft sie im Boden nicht auf ihren Wunschpartner, das Bakterium Bradyrhizobium japonicum, gelingt ihr die Stickstoffassimilation aus der Luft nicht ausreichend. Dann ist sie wie andere Kulturen auf externe Düngung angewiesen. Häufig wird das Saatgut daher mit der Lieblingsbazille geimpft.

Das Protein der Sojabohne ist aus ernährungsphysiologischer Sicht besonders wertvoll. Mit einem Anteil von 39 % an essentiellen Fettsäuren kommt es als einziges pflanzliches Protein dem Hühnereiweiß nahe.

Eine pflanzliche Ausnahmeleistung

Die enthaltenen Fettsäuren bestehen zu 48 bis 52% aus Linolsäure, zu 23 bis 32% aus Ölsäure sowie zu 8 bis 12% aus gesättigten Fettsäuren. Tocopherol als Antioxidans und Vitamin E ist im Sojaöl mit 920 bis 1500 mg/l enthalten – eine pflanzliche Ausnahmeleistung! Auch Lecithin lässt sich aus der Sojabohne wirtschaftlich herstellen.

Soja. Schönste aller Bohnen

Es gibt auch medizinische Aspekte, die den Genuss von Soja klug erscheinen lassen.
Die Sojabohne ist reich an so genannten Phytoöstrogenen, deren Hauptvertreter Isoflavone, wie Genistein und Daidzein sind. Da sie unter anderem für Frauen einen stabilisierenden Einfluss auf den Hormonhaushalt haben sollen, wurden sie in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten. Die ursprüngliche Beobachtung dabei: eine niedrigere Häufigkeit von Gefäßkrankheiten in ostasiatischen Ländern. Das rief die Wissenschaft auf den Plan – denn in Ostasien zählt Soja zu den Grundnahrungsmitteln, während man in Westeuropa und den USA bis in die 1980er Jahre kaum Soja verzehrt hatte. Aufgrund der Datenlage erlaubt die strenge amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) auf Sojaprodukten das Anbringen der werbenden Aussage: „Eine an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin arme Diät, die 25 g Sojaprotein pro Tag enthält, kann das Risiko von Herzerkrankungen reduzieren.”

In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Präparate, die Soja als Nahrungsergänzung enthalten. Die einfachste Empfehlung aber ist wohl: eine abwechslungsreiche Kost genießen, und darin gezielt ‘die echte Bohne’ unterbringen. Wie zum Beispiel Tofu und natürlich die Produkte von Sojola.

„Sojasprossen“ sind eigentlich Mungobohnen

Wer von Sojasprossen spricht, meint in Wahrheit die frisch gekeimten Samen von Mungobohnen. Doch die ist mit der Sojabohne nur entfernt verwandt. Immerhin gehören beide zur Familie der Hülsenfrüchte, bergen viele Ernährungsvorteile und sind reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien.

Sojola. Die bewusste Alternative.